Einmal klein, einmal groß

Vor drei Monaten ist mein 5. Neffe geboren worden. Ein paar genähte Sachen habe ich euch ja schon hier gezeigt.

Aber den schönsten Strampler hab ich euch bisher vorenthalten. Nicht, weil ich ihn euch nicht zeigen wollte, nein, aber mein Schulkind hat den Strampler gesehen und wollte genau so was auch, nur ohne Beine, ohne Kapuze und mit langen Ärmeln. Äh, ja.

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Zum Glück hatte ich noch etwas Reststoff, so dass ich ihm seinen Wunsch nicht abschlagen musste. Und ganz klar, ohne Beine, ohne Kapuze mit Ärmeln – also ein normales Oberteil mit Knopfleiste.

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Bei dem Shirt für das Schulkind habe ich den Streifennicki mit normalem Jersey kombiniert. Eigentlich außer der Dehnbarkeit zwei völlig verschiedene Stoffe. Gerade auch was die Dicke anbetrifft. Ich kombiniere mittlerweile aber viel dickere und dünnere Stoffe. Auch Sweat und Jersey habe ich schon oft kombiniert.

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Für das Schulkind ist es gerade für den Übergang eine gute Wahl, da er schnell schwitzt und ungern wirklich dicke Pullis anzieht. So bleibt der Brustbereich warm, aber an den Ärmeln oder dem Bauch ist es etwas luftiger.

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Aufgehübscht wurden beide Kleidungsstücke mit einem Eisbär und Schneeflocken. Passt zwar jetzt nicht mehr zur Jahreszeit, aber die Sachen sind ja auch schon vor längerem entstanden, nur das zeigen hatte ich etwas aus den Augen verloren.

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SnapPap-Labels dürfen bei mir mittlerweile auch nicht mehr fehlen. Irgendwie wird dadurch das Kleidungsstück nochmal aufgewertet, finde ich.

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Der kleine Drache Kokosnuss

Karneval steht vor der Tür. Auch in der Schule wird dieser Tag gefeiert, da darf ein Kostüm natürlich nicht fehlen.

Letztes Jahr fiehl meinem Schulkind keine zwei Wochen vor Karneval ein, dass er gerne als Drache Kokosnuss gehen möchte. Diesen Wunsch konnte ich ihm so kurzfristig nicht erfüllen, umso weniger überrascht war ich, dass er dieses Jahr nun als Drache Kokosnus gehen möchte.

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Als Oberteil habe ich das Raglanshirt Leo von Pattydoo genäht. Den Rücken habe ich geteilt zugeschnitten und dort sowie an der Kapuze Drachenspitzen zwischengenäht. Die Flügel sind aus Filz ausgeschnitten und mit Schrägband und Zickzackstich verziert.

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Die Hose habe ich nach dem Freebook Kinderhose von Näähglück genäht. Oben mit Gummibund und den Saum einfach umgenäht.

Der Schwanz war dagegen etwas aufwändiger. Zuerst habe ich einen Gürtel entworfen (mit Schnalle) und den genähten Schwanz habe ich dann mit der Hand an den Gürtel angenäht. Gefüllt ist er wie auch die Drachenspitzen mit Füllwatte.

Zuerst wollte ich die blaue Mütze direkt an die Kapuze des Oberteils nähen, habe mich dann aber doch für eine extra Mütze entschieden. Hier habe ich unser bewertes Schnittmuster Army Cap von Bunte Nadel verwendet.

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Ihr hättet mal das Strahlen sehen müssen, als ich meinem Schulkind das Kostüm angezogen und er sich im Spiegel betrachten konnte.

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Jeden Moment feiern

Stoff-Eigenproduktionen überschwemmen zur Zeit die Nähszene. Sobald die Stoffe online sind, sind sie schon wieder ausverkauft. Manchmal hat man das Gefühl es ist völlig egal, was auf den Stoffen abgedruckt ist, sie werden gekauft, weil es eben eine Eigenproduktion ist. Egal wie hoch der Preis ist – Hauptsache ich hab ihn.

Meinen Geldbeutel freut es sicherlich, dass bei mir dieser Hipe noch nicht angekommen ist. Ich schaue mir auch viele Eigenproduktionen an, aber überlege doch lieber zweimal, ob ich ihn wirklich gebrauchen kann. Oft scheitert es auch am Preis. Unter 10 Euro der Meter Jersey, da kann man keine gute Qualität erwarten; 14-16 Euro für einen Meter Stoff finde ich in Ordnung; geht es aber schon an die 20 Euro muss der Stoff doch wirklich sehr besonders sein. Und gerade die geringe Produktionsmenge bei Eigenproduktionen schlägt sich oft sehr auf den Preis nieder. Da muss er schon richtig toll sein.

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Heute zeige ich euch ein Werk aus so einem Stoff. Der Stoff hat mir sofort richtig gut gefallen. Einen schlichten, aber doch besonderen Stoff findet man selten. Und der Preis war für mich auch völlig in Ordnung.

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Bewusst habe ich mich bei diesem Oberteil für eine schlichte Joana entschieden. Mit angesetzten Ärmeln und langen Armbündchen. Ich hoffe ich gehe euch mit den vielen Joanas nicht auf den Keks, aber es ist einfach der Schnitt, der bei mir am besten sitzt.

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Fotografieren

Manchmal ist es wirklich schwer gute oder überhaupt Bilder von meinen Nähwerken zu bekommen.

Der kleine Mann ist in einem Alter, wo er echt keinen Bock mehr darauf hat vor der Kamera zu posieren.

(So langsam müsste ich mir eigentlich mal nen anderen Namen hier für ihn ausdenken, denn so als Schulkind will man doch nicht mehr als „kleiner Mann“ betittelt werden…)

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Bei schönem Wetter kann ich ihn noch einigermaßen gut beim Spielen draußen ablichten, aber jetzt im Winter…

Zwar habe ich mir in meinem neuen Nähbereich eine Hintergrundwand für Fotos geschaffen, aber wenn der kleine Mann keine Lust hat, hilft das auch nicht.

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Von seinem neuen Dinoshirt durfte ich dann aber doch Bilder machen. Zwar musste er dabei einigen Quatsch machen und irgendwann wurde der Dino einfach versteckt, aber es sind zumindest ein paar ganz nette Bilder dabei rausgekommen.

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Genäht habe ich ein einfaches Shirt aus der Ottobre. Vorne das blaue Rechteck ist appliziert und der T-Rex geplottet.

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Was mir wichtig war, dass die Streifen des Vorder- und Rückenteils genau aufeinander passen und auch die Ärmel im Musterverlauf sind (an der Armkugel geht das natürlich nicht 100 % ig, aber wenn die Arme runterhängen ist der Verlauf gleich wie der restliche Teil).

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Hier bei diesen beiden Bilder zeige ich worauf man achten muss, damit alles gut zusammenpasst. Die Ärmel und das Vorder- sowie Rückenteil müssen an der mit dem Pfeil markierten Stelle genau im gleichen Muster liegen (hier die Streifen).

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Anooorak Nelchen

Wusstest du, dass das Wort „Anorak“ aus der westgrönländischen Inuit-Sprache kommt und „etwas gegen den Wind“ bedeutet?

Ne? Ich auch nicht, bevor ich nicht ein Online-Lexikon befragt habe ;-), aber es hat mich irgendwie interessiert, wo das Wort herkommt und was es bedeutet.

Laut dem Lexikon ist ein Anorak eine wetterfeste Jacke mit Kapuze und wird üblicherweise als Schlupfjacke gefertigt.

Na dann überprüfen wir diese Beschreibung doch mal anhand meinem genähten Anooorak Nelchen.

Wetterfeste Jacke? Naja, eigentlich sollte die Jacke aus Softshell oder solchem Material genäht werden, ich habe mir aber für Sweat entschieden, da der kleine Mann schon eine gute Softshelljacke besitzt.

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Kapuze? Das Schnittmuster beinhaltet eine Kapuze. Da Kapuzen aber bekanntlich beim Schultonistertragen stören habe ich mich für einen Kragen entschieden. Da dieser nicht im Schnittmuster enthalten ist, musste ich ihn selbst entwerfen.

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Schlupfjacke? Ja, eine Schlupfajcke ist es allerdings. Man kann zwischen einer überstehenden Knopfleiste oder einer geraden Knopfleiste entscheiden. Ich habe mich für die gerade entschieden.

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Ansonsten ist der Anooorak noch mit einer schönen Bauchtasche und Umschlägen an den Ärmeln versehen und kann sogar als Wendejacke genäht werden.

Mein Fazit aus diesem Probenähen? Das Schnittmuster ist insgesamt schön. Für Jungs finde ich es persönlich etwas zu weit ausgestellt, was ich bei meinem Werk auch geändert habe.

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Ansonsten ist es gut erklärt und eine schön bebilderte Anleitung ist auch dabei. Bevor du deinem Kind auch so einen Anooorak nähst, schau dir auf jeden Fall die Zusatzanleitung an, wie der Anooorak ohne sichtbare Naht (also als Wendejacke) genäht werden kann, denn das finde ich persönlich deutlich schöner, wenn man schon Außen- und Innenjacke hat.

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Love, Liebe, Kleinigkeit

Zwischen den Tagen (so heißt bei uns die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr) haben wir uns entschieden, den Hobbyraum und damit auch mein Nähzimmer neu zu gestalten. Bilder hiervon werde ich euch auch noch zeigen, aber heute geht es um meine Kiste Stoffreste.

Beim Wiedereinsortieren meiner ganzen Sachen ist mir aufgefallen, wie voll meine Kiste mit Baumwollresten eigentlich ist. Viel zu schade den ganzen Stoff ungenutzt rumliegen zu lassen, oder?

Also habe ich mir bei Pinterest mal ein paar Ideen zu genähten Kleinigkeiten angeschaut und die ersten zwei direkt umgesetzt.

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Schön erklärt findet ihr die Idee mit dem Bilderrahmen als Notizhalter bei Pech und Schwefel.

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Die Herzschablone für das Dekoherz habe ich selbst angefertigt. Ein Herz zeichnen, dass bekomm ich auch noch hin ;-).

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Die Plotterdateien habe ich für Frau Scheiner schneidert getestet und gerade das „Love rulez“ finde ich super schön. Die Schriftart ist toll.

Wenn ich in den  nächsten Wochen nochmal zum Schweden gekommen bin, dann zeig ich euch auch mal mein neues Nähreich. Denn ein paar Klenigkeiten fehlen noch.

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*** Zusammenfassung ***