Basic-Shirt

Nähst du eher bunt und ausgefallen? Oder lieber schlicht und zurückhaltend? Nähst du dir „nur“ besondere Kleidungsstücke oder auch mal ein Basic-Teil?

Ich war mir erst nicht so wirklich sicher, ob ich mein neues Basic-Shirt überhaupt hier zeigen soll. Ist es nicht zu langweilig? Zu normal? Zu basic? Aber müssen genähte Sachen denn immer ausgefallen und besonders sein?

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Ich sage, nein, müssen sie nicht. Was bringt mir ein ausgefallenes Kleidungsstück, welches ich nur ganz selten trage, weil es diesen Anlass, für den es genäht wurde, sehr selten gibt oder weil es mir zu ausgefallen und bunt ist?

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In nächster Zeit werde ich eher schlichtere Kleidung und auch ab und an mal ein Basic-Teil für mich zeigen. Ich habe gemerkt, dass ausgefallene Sachen im Schrank immer weiter nach unten rutschen, ich fühle mich darin nicht wirklich wohl.

Genäht habe ich eine Joana von Farbenmix mit einer kleinen Änderungen am Ausschnitt. Der Ausschnitt der Joana ist normalerweise recht weit, was ich gerne mag, aber für dieses Basic-Shirt wollte ich lieber einen etwas engeren Ausschnitt.

Dafür habe ich die Schulternähte des Vorder- und Rückenteils in Richtung Halsausschnitt 2 cm verbreitert und mir dann einen runden Ausschnitt gezeichnet, wie ich ihn passend fand.

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Auch bei meinem Basic-Shirt darf natürlich mein Label nicht fehlen. Diesmal aus Kunstleder ausgeschnitten und mit Flexfolie beplottet.

Am liebsten trage ich mein Basic-Shirt kombiniert mit einer schönen Strickjacke und einem Tuch, aber im Sommer bestimmt auch einfach so mit einer schönen Kette.

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Eigenkreation

Wie die Überschrift schon ahnen lässt kann man das Schnittmuster für dieses luftige Oberteil so nicht kaufen. ABER, ich erkläre dir heute, wie du diese Eigenkreation auch hinbekommst.

Vorher muss ich aber noch etwas zum Stoff loswerden. Es ist das erste Mal, dass ich Modal vernäht habe und ich bin mega begeistert.

Modal ist ein luftig leichter dehnbarer Stoff ähnlich wie Viskose, aber viel angenehmer auf der Haut zu tragen. Er fühlt sich wunderbar weich an und sieht dazu noch schick aus. Ich denke ich werde jetzt öfter mal nach dieser Art Stoff Ausschau halten.

(An dieser Stelle entschuldige ich mich, dass ich mein Oberteil vor den Fotos nicht nochmal gebügelt habe, aber die Fotos sind sehr spontan entstanden, da hatte ich das Oberteil schon länger an. Aber es muss ja nicht immer alles perfekt sein.)

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Nun aber zu meiner Eigenkreation. Hierfür habe ich ein gut sitzendes Schnittmuster mit normalen Ärmeln genommen und an der von mir gewünschten Stelle geteilt.

Wo du deine Teilung machst ist dir überlassen. Messe dir deine Stelle am besten mit einem Maßband ab deiner Schulter ab und übertrage das Maß auf dein Schnittmuster.

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Den oberen Teil schneidest du nun wie gewohnt aus deinem Stoff aus. Denke aber auf alle Fälle daran, dass du an deiner geteilten Linie Nahtzugabe zugibst.

Den unteren Teil habe ich so zugeschnitten, dass ich am Stoffbruch noch 4,5 cm zugegeben habe. Wenn du eine stärkere Kräuselung haben möchtest kannst du hier auch mehr dazugeben.

Denke auch bei diesem Teil wieder an die Nahtzugabe an der geteilten Linie.

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Bevor du nun dein Oberteil normal zusammennähst musst du den unteren Teil so viel kräuseln, dass er wieder so breit ist wie das obere Teil. Ich habe nur in der Mitte gekräuselt.

Dann nähst du den oberen und unteren Teil zusammen, versäuberst und steppst die Naht ab und nähst dein Oberteil ganz normal fertig.

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Da ich zur Zeit nicht wirklich fündig werde an schönen Schnittmustern für Jerseyoberteile, werde ich in Zukunft noch ein paar mehr Eigenkreationen zeigen und natürlich auch erklären, wie ich das gemacht habe.

*** ZUSAMMENFASSUNG ***

  • Schnittmuster: Keins (das Ursprungschnittmuster war ein Kaufshirt)
  • Stoff: Modal von Lillestoff
  • Verlinkt bei: RUMS

CandyCircles

Diesen Beitrag wollte ich schon soooooo lange schreiben, denn an der Entstehung dieses Stoffes war ich ein kleines bisschen mitbeteiligt.

Ingrid von Just Tili hat Anfang des Jahres ihre erste Stoff-Eigenproduktion herausgebracht und wir haben gemeinsam überlegt, wie denn die nächste aussehen soll. Die erste war schlicht, die zweite sollte bunter werden.

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Ein Stoff, der für sich alleine steht, den man aber auch zu vielen anderen Stoffen kombinieren kann. Herausgekommen sind die CandyCircles in drei Farben:

GOLD, PINKY und BLUE

Und ich durfte sie ALLE vernähen!!! Total genial!

Heute möchte ich dir als erstes die Farbe BLUE zeigen. Vernäht habe ich diesen Stoff für mich als eine Liv von Pattydoo.

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Die Liv gibt es ja in vielen verschiedenen Varianten. Ich habe mich für den gerafften Rundhalsausschnitt und die 3/4 Ärmel entschieden. Statt den Halsausschnitt wie im Schnittmuster angegeben zu raffen, habe ich mich für eine Kellerfalte entschieden. Die 3/4 Ärmel habe ich etwas zum Ende hin verschmalert und statt einem Bündchen habe ich einfach einen normalen Saumabschluss genäht.

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Wenn dir der Stoff gefällt, dann freu dich auf Sonntag, denn dann kannst du ihn bei Just Tili erwerben. Übrigens auch diesmal wieder in einer Top-Stoffqualität.

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Und hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack auf PINKY. Wer in diesem Stoff steckt, das erfahrt ihr nächste Woche.

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Lavanda als Top

Meine Kleidertests für Sommerkleider sind abgeschlossen. Das perfekte Sommerkleid für mich ist gefunden. So langsam müsste ich nun mal mit der Herbstproduktion anfangen. Aber irgendwie sträubt sich noch alles in mir. Ich mag den Sommer am liebsten.

Um den Sommer noch ein bisschen hier auf meinem Blog zu halten, zeige ich dir heute noch mein Lieblingssommertop 2017: Das Lavanda-Top.

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Die Kleidvariante habe ich schon vor ein paar Wochen gezeigt, aber beim Probenähen des Schnittes ist auch noch dieses Top entstanden. Es war sozusagen mein Probestück für das Kleid, aber ich trage es sogar fast lieber.

Durch den wunderschönen Ausschnitt ist das Schnittmuster wirklich etwas Besonderes. Ein Sommertop (oder Kleid), welches durchaus auch im Büro tragbar ist.

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Zu dem Schnittmuster habe ich ja schon in dem Beitrag über das Kleid viel geschrieben, da möchte ich heute gar nicht näher drauf eingehen.

Bleiben wir heute beim Thema Jahreszeiten. Hast du ne Idee, wie ich mich auf die neue Jahreszeit einstimmen kann? Herbst ist für mich immer das Zeichen, dass es laaaaaaange dauert bis zum nächsten Sommer, deswegen tu ich mich mit dem Herbst echt schwer.

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Und ich mag kein Orange und Herbst ist immer Orange und Rot. Ich dekoriere ja eigentlich gerne, nur den Herbst nicht, weil diese Farben hier nicht reinpassen und ich sie nicht mag. Wie geht es dir damit?

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Kleidertest No. 4 – Das Perfekte

JA! Ich habe es gefunden! DAS PERFEKTE SOMMERKLEID!

Die anderen drei, nach meinem endlich gelösten Kleiderproblem gefallen mir gut, aber dieses hier ist mein absoluter Favorit!

Kennst du dieses Gefühl, du ziehst was an und fühlst dich rundum wohl? Nicht zu dick, nicht zu dünn (ähm…)? Die Rolle am Bauch stört nicht mehr, der Busen sitzt da wo er sein soll und man fühlt sich einfach super? Dann weißt du, dass du ein perfekt sitzendes Kleidungsstück gefunden hast.

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Bei mir ist es die Lupita von Milchmonster aus diesem wunderschönen blauen Blumenstoff. Ein Jerseykleid in A-Linie mit rundem Ausschnitt oder mit Knopfleiste.

Ich habe mich für die Knopfleiste entschieden und die Versäuberung in dem gleichen Stoff genäht.

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Das Schnittmuster ist einfach zu nähen und die Anleitung ist, wie immer bei Milchmonster, sehr gut beschrieben und bebildert. Ganz perfekt hat die Knopfleiste bei mir nicht geklappt, deswegen habe ich die Rundung am Ausschnitt etwas weniger stark zulaufen lassen. Das werde ich aber auf jeden Fall nochmal üben.

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Aber ich bin rundum glücklich mit diesem Kleid!

A-Linie – eigentlich hätte ich mir das ja denken können, mein Hochzeitskleid hatte auch eine A-Linie und das stand mir natürlich auch gut ;-).

Jetzt muss der August nur nochmal so richtig mit dem Sommer loslegen, damit ich das Kleid nochmal anziehen kann. Aber für den Herbst liegen hier auch schon Schnitte und Stoffe bereit.

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Kleidertest No. 3 – Das oft Getrennte

Heute möchte ich euch ein weiteres Kleid vorstellen, welches ein bisschen Ähnlichkeiten mit meinem ersten Kleid hat: Die Butterblume von Goldkrönchen.

Wieder ein Freebook. Allerdings brauchst du zum Nähen dieses Kleides noch ein Schnittmuster für ein gut sitzendes Oberteil. Hier kannst du dir aussuchen, welches deiner vorhandenen Schnitte du nehmen möchtest. Wichtig ist, dass das Oberteil, welches du wählst ENG ANLIEGEND ist. Eng anliegend bedeutet hier wirklich direkt am Körper.

Ich habe mich für mein Lieblingsoberteil Joana entschieden und das war eindeutig zu weit. Deshalb habe ich zwischen dem Oberteil und dem Tunnel auch noch ein Gummiband eingenäht. Ohne dieses warf das Oberteil ganz unschöne Falten.

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Da ich ein ärmeloses Kleid haben wollte, habe ich bei dem Schnittmuster der Joana die Schultern etwas angepasst. Ich habe an der Schulternaht 3 cm weggenommen und den Armausschnitt bis zur Seitennaht in einem Bogen neu gezeichnet.

Wie so etwas genau funktioniert, kannst du dir in meinem Tutorial anschauen.

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Wie du die Überlappung im Vorderteil, den Tunnel und den Rock konstruierst, wird im Freebook sehr ausführlich und mit vielen Bildern erklärt.

Bis das Kleid endlich meinen Ansprüchen genügte, musste ich viel trennen, aber ich finde es hat sich gelohnt. Der Stoff ist zwar immer noch etwas zu hell für mich und das Kleid hätte gut 5 cm länger sein können, aber es ist tragbar.

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Kleidertest No. 2 – Das mit Spitze

Als ich für dieses Kleid den Probenähaufruf gesehen habe, musste ich mich sofort bewerben. Der Ausschnitt verhieß  was Besonderes und auch die leichte A-Linie des Kleides könnte mir gut stehen. Gut, dass ich mich direkt mit den Bildern meines letzte Woche gezeigten Sommerkleides bewerben konnte.

Auch wenn der Probenähzeitraum von einer Woche sehr kurz bemessen war, hab ich mich total gefreut, dass ich mit dabei sein durfte.

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Das Besondere an Lavanda ist der Ausschnitt und die Träger. Beides ist nicht ganz so einfach zu nähen, aber mit genauem Lesen der Anleitung und etwas Übung klappt es ganz gut. Fangt am besten mit dem vorderen Ausschnitt an. Da er gerafft wird sieht man Ungenauigkeiten weniger.

Bis auf den Ausschnitt ist das Kleid schnell und leicht genäht und die Anleitung ist sehr schön bebildert und erklärt. Das einzige, was mich etwas stört bei diesem Ebook ist, dass die Maße nicht richtig passen.

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Ich trage normalerweise Gr. 40 und von meinen Maßen würde ich laut Ebook auch hier genau diese Größe tragen können. Im Bauch und Hüftbereich ist es aber zu eng. Gut, dass ich mir zuerst aus einem Probestoff ein Muster genäht habe (gut eignet sich hierfür auch ein altes Jerseybettlaken).

Also habe ich bis zur Taille Gr. 40 und unterhalb der Taille dann Gr. 42 genäht. Gerade wenn ich mir unsicher bin, ob das Kleidungsstück passt, nähe ich die Seitennähte zuerst mit einem normalen Geradstich in der größten Stichlänge zusammen. Diese Naht kann ich schnell und einfach wieder trennen und ich sehe wo das Kleidungsstück passt oder etwas zu eng ist. Da ich immer mit einer Nahtzugabe von 1 cm zuschneide habe ich immer noch etwas Spielraum zum weitermachen.

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Verschönert habe ich mein Kleid dann noch mit einem elastischen Spitzenband am Saum und einem Spitzeneinsatz am Rücken. Dieser ist im Schnittmuster erklärt.

Insgesamt mag ich das Kleid ganz gerne. Das nächste Mal würde ich den Rock allerdings noch etwas weiter ab der Taille machen, dann wird meine Problemzone Bauch etwas mehr kaschiert.

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Kleidertest No.1 – Das Selbstkonstruierte

Vor ein paar Wochen habe ich von meinem Kleiderproblem erzählt und dass ich endlich weiß, worauf ich achten muss damit mir ein Kleid steht. Also habe ich ganz viel gesucht und recherchiert was für Kleider mir gefallen und mir stehen könnten. Und ob es solche Kleider auch als Schnittmuster gibt.

Und ja, ich habe einige Schnittmuster gefunden, die ich dir die nächsten Wochen näher vorstellen möchte. Bisher sind drei Kleider entstanden, aber es werden bestimmt weitere folgen.

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Heute geht es um das Freebook Hailee von Hefferli. Das Kleid zeichnet sich durch das gesmokte Oberteil und einen lockeren Rock aus. Es wird erklärt, wie du aus eigenen Maßen dein Schnittmuster konstruierst und das Ganze dann umsetzt.

An manchen Stellen könnte das Freebook etwas detaillierter sein, aber dafür, dass es umsonst ist reicht es völlig aus.

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Smoken war für mich ein völlig neues Thema. Mit elastischem Unterfaden habe ich bisher noch nicht gearbeitet. Dank eines sehr schönen Videos von Pattydoo und ein bisschen Übung ist es mir aber dann doch ganz gut gelungen.

Im Freebook steht, dass man die Maße seines Brustumfangs x 2 nehmen soll. Ich habe allerdings einfach die volle Stoffbreite verwendet. Das reichte sehr gut aus. Doppelte Stoffbreite wäre zu viel gewesen. Ich würde generell eher 1 ½-mal den Brustumfang nehmen.

Gesäumt habe ich das gesmokte Teil mit einem 2 cm breiten Gummiband.

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Für den Rock habe ich zuerst, wie im Freebook angegeben, die volle Stoffbreite genommen, dann ihn aber doch nochmal einiges schmaler gemacht, aber das ist einfach Geschmackssache.

Ich habe auch, anders wie im Freebook, die beiden Teile schon zu einem Ring geschlossen und erst danach aneinandergenäht. Das fand ich deutlich einfacher.

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Die Träger sind aus zwei  4 cm breiten Stoffstreifen entstanden, die ich wie ein Schrägband gefaltet und zusammengenäht habe.

Also mit ein paar Änderungen / Anpassungen meinerseits ist mir das Kleid ganz gut gelungen. Nächstes Mal würde ich den gesmokten Teil etwas schmaler machen, aber fürs erste ist es gut so.

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