Basic-Shirt mit Spitze

Mein Basic-Shirt von vor ein paar Wochen ist ja wirklich mega angekommen bei euch. So viele Likes und Kommentare hatte ich auf meiner Facebookseite noch nie.

Das bestärkt mich darin, dass gerade auch schlichte, alltagstaugliche Kleidung gefragt ist und nicht nur die bunten Teile, die sofort „selbstgenäht“ schreien.

Also kommt hier mein zweites Basic-Shirt, diesmal mit Spitze (ist es dann überhaupt noch Basic?).

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Wie du das ganz einfach nachmachen kannst, das erkläre ich dir gerne:

Die Grundlage ist ein Oberteilschnitt mit integrierten Ärmeln. Ich habe dafür die Joana von Farbenmix gewählt.

Das Vorder- und auch das Rückenteil wird auf dem Schnittmuster im rechten Winkel zum Stoffbruch geteilt. Hier solltest du an dir selber ausmessen, wo du die Teilung haben möchtest. Beachte, dass der Achselpunkt dort liegt, wo ungefähr die Mitte deines Busens ist.

Beim ersten Mal habe ich nicht aufgepasst und genau an dieser Stelle geteilt. Ganz doof, denn so schaut der BH raus. Beim zweiten Versuch bin von der Achsellinie aus ungefähr 7 cm nach oben gegangen und habe dort mein Rücken- und Vorderteil geteilt.

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Den oberen Teil schneidest du dir aus Spitze zu und den unteren aus Jersey.

Als erstes nähst du dann die Spitze und den Jersey an der geteilten Linie zusammen, damit du wieder ein komplettes Rücken- und Vorderteil bekommst. Die Naht habe ich nach unten geklappt und dort festgenäht.

Jetzt kannst du dein Oberteil normal zusammennähen. Ich habe die Ausschnitte mit Jerseyschrägband eingefasst statt sie umzunähen. Das mag ich bei Spitze lieber.

Beim Ausschnitt habe ich hierfür nur eine Schulternaht geschlossen und dann das Schrägband rundherum angenäht (siehe Bild). Danach habe ich dann erst die zweite Schulternaht geschlossen und damit gleichzeitig das Schrägband zusammengenäht.

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An den Ärmeln habe ich das Schrägband auch erst an den Armausschnitt genäht bevor ich die Seitennähte gemacht habe. So wurde bei dieser Naht direkt das Schrägband aneinander genäht und ich brauchte es nur noch umschlagen und dann falten und festnähen.

Den Saum habe ich einfach umgenäht. Hierbei solltest du immer mind. 2 cm umschlagen, sonst dreht sich der Saum wieder nach außen beim Tragen. Vor dem Nähen gut bügeln. Ich habe das am Anfang auch nicht gemacht, aber es macht doch wirklich was aus beim Nähen!

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*** ZUSAMMENFASSUNG ***

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Eigenkreation

Wie die Überschrift schon ahnen lässt kann man das Schnittmuster für dieses luftige Oberteil so nicht kaufen. ABER, ich erkläre dir heute, wie du diese Eigenkreation auch hinbekommst.

Vorher muss ich aber noch etwas zum Stoff loswerden. Es ist das erste Mal, dass ich Modal vernäht habe und ich bin mega begeistert.

Modal ist ein luftig leichter dehnbarer Stoff ähnlich wie Viskose, aber viel angenehmer auf der Haut zu tragen. Er fühlt sich wunderbar weich an und sieht dazu noch schick aus. Ich denke ich werde jetzt öfter mal nach dieser Art Stoff Ausschau halten.

(An dieser Stelle entschuldige ich mich, dass ich mein Oberteil vor den Fotos nicht nochmal gebügelt habe, aber die Fotos sind sehr spontan entstanden, da hatte ich das Oberteil schon länger an. Aber es muss ja nicht immer alles perfekt sein.)

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Nun aber zu meiner Eigenkreation. Hierfür habe ich ein gut sitzendes Schnittmuster mit normalen Ärmeln genommen und an der von mir gewünschten Stelle geteilt.

Wo du deine Teilung machst ist dir überlassen. Messe dir deine Stelle am besten mit einem Maßband ab deiner Schulter ab und übertrage das Maß auf dein Schnittmuster.

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Den oberen Teil schneidest du nun wie gewohnt aus deinem Stoff aus. Denke aber auf alle Fälle daran, dass du an deiner geteilten Linie Nahtzugabe zugibst.

Den unteren Teil habe ich so zugeschnitten, dass ich am Stoffbruch noch 4,5 cm zugegeben habe. Wenn du eine stärkere Kräuselung haben möchtest kannst du hier auch mehr dazugeben.

Denke auch bei diesem Teil wieder an die Nahtzugabe an der geteilten Linie.

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Bevor du nun dein Oberteil normal zusammennähst musst du den unteren Teil so viel kräuseln, dass er wieder so breit ist wie das obere Teil. Ich habe nur in der Mitte gekräuselt.

Dann nähst du den oberen und unteren Teil zusammen, versäuberst und steppst die Naht ab und nähst dein Oberteil ganz normal fertig.

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Da ich zur Zeit nicht wirklich fündig werde an schönen Schnittmustern für Jerseyoberteile, werde ich in Zukunft noch ein paar mehr Eigenkreationen zeigen und natürlich auch erklären, wie ich das gemacht habe.

*** ZUSAMMENFASSUNG ***

  • Schnittmuster: Keins (das Ursprungschnittmuster war ein Kaufshirt)
  • Stoff: Modal von Lillestoff
  • Verlinkt bei: RUMS

Knusperhaus (Tutorial)

Als Kinder bekamen wir jeden 2. Weihnachtstag von unserem Opa ein Knusperhaus geschenkt. Lange war diese Tradition in Vergesenheit geraten, aber seit einigen Jahren gibt es wieder für meine Familie ein Knusperhaus an Weihnachten.

Mit vielen Leckeren bestückt dürfen sich nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen daran erfreuen.

Mittlerweile habe ich etwas Übung im Basteln des Knusperhauses bekommen. Beim ersten löste sich die Alufolie mit ab und beim zweiten fiel das Haus irgendwann in sich zusammen.

Vielleicht hast auch du mal Lust so ein leckeres Haus zu basteln. Deswegen erkläre ich heute wie es funktioniert:

ANLEITUNG KNUSPERHAUS

Du brauchst:

  • stabilen Karton
  • Klebeband / Paketklebeband
  • Alufolie
  • 2 Pck. Butterkekse
  • 2 Pck. Puderzucker
  • verschiedene Süßigkeiten

So geht´s:

Schritt 1: Die VORLAGE ausdrucken und aus stabilem Karton zuschneiden.

Schritt 2: Das Haus mit Hilfe von Paketklebeband zusammenkleben.

Knusperhaus1

Schritt 3: Nun das Haus mit Alufolie umwickeln und diese ggf. an ein paar Stellen mit
Klebeband befestigen.

Knusperhaus2

Schritt 4: Außerdem eine stabile Grundplatte (ich nehme ein Schneidebrett) mit Alufolie
umwickeln.

Schritt 5: Etwas Puderzucker mit Wasser anrühren und das Knusperhaus damit an die
Grundplatte befestigen.

Wichtig: Am besten füllst du Puderzucker in eine Schüssel und tropfst nach und nach
etwas Wasser dazu. Mit einer Gabel den Puderzucker und das Wasser
vermengen bis ein noch recht fester klebriger Brei entsteht. Er darf nicht zu
flüssig werden da er sonst nicht richtig klebt.

Knusperhaus3

Schritt 6: Jetzt das Haus nach und nach mit den Butterkeksen bekleben. Unten anfangen
und nach oben hocharbeiten. Wenn die Butterkekse zu doll rutschen das Haus
kurz vors offene Fenster oder ins den Kühlschrank stellen. Wenn der Zucker
etwas fester geworden ist weitermachen.

Knusperhaus4

Knusperhaus6

Knusperhaus7

Schritt 7: Das Haus am besten erstmal eine Nacht trocknen lassen.

Knusperhaus8

Schritt 8: Wieder Puderzucker anrühren (gleiche Konsistenz wie bei den Keksen) und das Haus mit Süßigkeiten bekleben. Auch hier von unten nach oben arbeiten.

Tipp: Vermeide runde Süßigkeiten, diese sind schwierig festzukleben wie ich dieses Mal
feststellen musste.

Knusperhaus9

Und jetzt: Guten Appetit und gesegneten 2. Weihnachtstag!

Verlinkt bei: Dienstagsdinge und Creadienstag

Ärmelloses Shirt – Anleitung

Als ich mit meinem Blog vor drei Jahren angefangen habe, habe ich nicht gedacht, dass ich überhaupt Anleitungen machen werde.

Nach und nach habe ich aber festgestellt, dass es vielen schwer fällt Schnittmuster  anzupassen. Dadurch sind meine Tutorials „Schnittmuster verändern“ entstanden.

In „Schnittmuster verändern – Teil 1“ geht es darum, ein vorhandenes Oberteil-Schnittmuster zu unterteilen, um mehrere Stoffe verwenden zu können.

Schnittmuster Verändern_Teil 1_1

In „Schnittmuster verändern – Passform“ erkläre ich, wie man ein Oberteil-Schnittmuster den Proportionen des Kindes anpasst.

Schnittmuster Verändern_Teil 2_1

Heute geht es in meinem neuen Tutorial darum, ein vorhandenes Oberteil-Schnittmuster so zu verändern, dass daraus ein ärmelloses Top wird.

Ärmellos4

Als ich die Sommergarderobe meines Sohnes überprüft habe, fehlten eindeutig Oberteile ohne Ärmel. Wenn es richtig warm ist, dann läuft er zu Hause oben ohne rum, aber in der Schule oder um in der Siedlung zu spielen geht das natürlich nicht.

Ärmellos2

Ein neues Schnittmuster für Tops zu kaufen habe ich nicht wirklich eingesehen. Es musste doch auch mit einem einfachen Oberteilschnitt gehen, indem man die Ärmel weglässt.

Ärmellos3

Ein bisschen hin und her testen und schon ist daraus ein neues Tutorial entstanden, wie du einen vorhandenen Schnitt ganz schnell und einfach veränderst.

Ärmellos1

Mein Sohn liebt sein neues Sommertop und auch ich bin total begeistert. Zuerst fand ich den Stoff wirklich furchtbar, aber mit diesem Schnitt gefällt er mir dann doch wirklich gut!

Ein zweites Top ist auch schon entstanden, aber das zeige ich euch ein anderes Mal.

Und hier geht es zum Tutorial (einfach aufs Bild klicken):

Ärmelloses Shirt

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Immer dabei Nr. 2

Könnt ihr euch noch an meine riesige „Immer dabei“-Tasche erinnern, die ich euch hier gezeigt habe? Eine tolle Tasche, aber wirklich sehr groß.

Deswegen, und weil noch einiges an Stoff übrig geblieben ist, war meine Mama (der 2. Teil von PoMa design) so lieb und hat noch eine „Immer dabei“-Tasche genäht. Diesmal aber die kleinere Variante, die ehrlich gesagt immer noch groß genug ist für den ganzen Kram, den Frau so mitschleppt.

Immerdabei_klein.jpg

In dem Beitrag zu der ersten Tasche habe ich euch erzählt, dass meine Mutter die Taschenanleitung ein bisschen zu kompliziert gemacht fand. Ich hatte euch erklärt, wie sie es einfacher nähen würde. Leider muss ich zugeben, dass ich sie da irgendwie falsch verstanden habe und das was ich euch geschrieben habe dann doch nicht so richtig war. (Taschen nähen ist echt nicht meins…)

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ABER, die liebe Britta von Zierstoff hat den Vorschlag meiner Mutter, wie die Tasche einfacher zu nähen ist, gerne angenommen und die Taschenanleitung überarbeitet. Das nenn ich mal gute Umsetzung von konstruktiver Kritik.

Da wir für die Tasche diesmal den einfarbigen Cordstoff als Hauptstoff gewählt haben, konnten wir auch noch eine schöne Stickdatei anbringen. Gerade auf Taschen macht das viel mehr her als geplottete Sachen.

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Lieben Dank wieder an meine Mama für diese wunderschöne Tasche!!!

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Freebook Halssocke & Schlauchschal

Das Probenähen ist zu Ende und endlich kann mein Freebook „Halssocke & Schlauchschal“ online gehen.

Es war mein erstes selbst veranstaltetes Probenähen und ich hätte nicht gedacht, dass das so viel Arbeit ist. Hut ab für alle, die öfter Schnitte rausbringen. Da kommt man ja zu nichts anderem mehr. Einige Abende habe ich hier am PC verbracht, um die ganzen Hinweise und Anregungen meiner Probenäherinnen in das Freebook einzuarbeiten.

Und es hat sich gelohnt! Jetzt am Ende ist es wirklich gut geworden!

GANZ HERZLICHEN DANK geht an meine Probenäherinnen. Ihr wart super! So viele tolle, völlig verschiedene Halssocken und Schals sind entstanden. Und manch einer hat aus einem einfachen Schnitt, was ganz Besonderes gezaubert. Ich bin schwer begeistert!

Freebook Halssocke & Schlauchschal

Viel Spaß mit meinem Freebook!

Und hier mal ein kleiner Einblick, was meine Probenäherinnen so gezaubet haben.

DIY – Rock ohne Schnittmuster

Vor bestimmt schon zwei Jahren habe ich mir auf nem Stoffmarkt einen dunkelblauen Jeansstoff gekauft und wollte mir daraus einen schönen Jeansrock nähen. Irgendwie kam aber immer was anderes dazwischen.

An Heilig Abend wollte ich im Gottesdienst gerne einen Rock anziehen, aber nicht schon wieder meinen schwarzen Cordrock und alle anderen passen leider seit der Schwangerschaft mit meinem Sohn nicht mehr ;-( (irgendwie kann ich mich trotzdem nicht von ihnen trennen – kennt ihr das?)

Am Vormittag des 24. habe ich mir dann in einer Ruckzuck-Aktion endlich einen Jeansrock genäht und das ohne Schnittmuster (ich kann es selbst kaum fassen).

Wie ich das gemacht habe? Ich versuch mal zu erklären wie du es machen musst:

1. Miss mit deinem Zentimetermaß an der dicksten Stelle deines Hintern deinen Umfang aus. Nehmen wir die fiktive Zahl 100 als Beispiel. Teile diese Zahl durch zwei und rechne 2 cm Nahtzugabe hinzu. Dann wären wir jetzt bei 52 cm. Das ist unsere Breite.

2. Dann misst du die Länge von der Stelle, wo der Rock an deiner Hüfte sitzen soll bis zu der Stelle oberhalb von deinem Knie aus. Ich nehme als Beispiel mal 45 cm. Zu den 45 cm rechnest du für den Bund oben 3 cm und für den Saum unten 2 cm dazu. Also haben wir eine Länge von 50 cm.

3. Schneide nun 2 Rechtecke mit deinen Maßen aus dem gewünschten Stoff aus (der Stoff sollte in der Breite dehnbar sein). In unserem Beispiel zwei Rechtecke mit der Breite 52 cm und Länge 50 cm.

4. Lege die Rechtecke mit den schönen Seiten aufeinander und nähe rechts und links die Stoffe zusammen.

5. Versäubere den unteren Rand (Overlook oder Zickzack-Stich), schlage ihn 2 cm nach innen ein und nähe den Saum rundherum fest.

6. Jetzt nähst du vorne und hinten jeweils 2 Abnäher in den Rock. Dazu bestimmst du die Mitte der Vorder- und der Hinterseite und dann nochmal die Mitte zwischen der bestimmten Rockmitte und der Seitennaht, so dass du dann vier Stellen für die Abnäher hast.

7. Meine Abnäher habe ich 12 cm lang gemacht und am Anfang 1,5 cm breit. Die Breite der Abnäher hängt davon ab, wie groß dein Unterschied zwischen Hintern und Taille ist. Am besten bestimmst du das, indem du den Rock vorher anziehst und den Rock so abhälst, wie er sitzen soll.

8. Danach misst du den Umfang der Stelle, wo der Rock in deiner Taille sitzen soll und schneidest in dieser Länge minus ca. 3-5 ein 2 cm breites Gummiband zu. Nähe das Gummiband zusammen, so dass ein Ring entsteht (mit Zickzack-Stich). Jetzt einmal anprobieren, ob es bequem sitzt oder rutscht.

9. Wenn das Gummiband passt, legst du deinen Rock oben 3 cm breit nach innen und steckst das Gummiband dazwischen fest (das Gummiband dabei dehnen). Dann nähst du den Stoff rundherum fest (WICHTIG: Nicht das Gummi mit festnähen).

So und hier kommt mein Rock. Wenn ihr Fragen zur Anleitung habt, einfach melden. Diesmal zu sehen beim creadienstag.

Jeansrock1