Nähen = Sparen?

Ist Nähen eigentlich günstiger, als Sachen neu zu kaufen? Das ist eine schwierige Frage, aber eine, die mir immer wieder gestellt wird.

Kaufst du Kinderkleidung bisher beim Discounter, in großen Modeketten oder im kleinen Kinderbekleidungsgeschäft? Welchen Wert legst du auf Haltbarkeit und Qualität? All das muss berücksichtigt werden um diese Frage zu beantworten.

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Um auszurechnen, was ein selbstgenähtes Oberteil oder eine Hose „wert“ ist, muss man vieles zusammenrechnen. Stoff, Garn, Kreide, Scheren- und Nähmaschinenverschleiß und natürlich auch die eigene Zeit. Rechnet man hier mit dem Mindestlohn von  8,84 Euro pro Stunde wird schnell klar, dass selber nähen nicht günstiger ist, denn für eine Hose brauche ich schon so 2-3 Stunden.

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Ich selber rechne meine eigene Zeit nicht, denn Nähen ist mein Hobby und ich mache es ja gerne. Daher kann ich schon sagen, dass sich in manchen Sachen selber nähen lohnt.

Die Hose, die ich euch heute zeige, hat mir in diesem Sinne nur Garn und Verschleiß der Maschinen gekostet. Den Stoff habe ich aus einer alten, geschenkt bekommenen Jeans recycelt. Auch das Bündchen habe ich diesmal nicht neu gekauft sondern auch von einer alten selbstgenähten Hose abgemacht, die mittlerweile an den Knien durch war.

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Eine neue Jeans kostet zwischen 5 und 25 Euro, je nachdem wo ich sie kaufen würde. Das habe ich gespart und kann es für anderes ausgeben. Aber das ist nur ein Fall. Im Allgemeinen ist selber nähen nicht günstiger, aber es macht Spaß und mein Sohn ist immer einzigartig gekleidet und ich kann seine Wünsche berücksichtigen.

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Deswegen nähe ich grundsätzlich Hosen nur mit Bündchen. Alles andere ist meinem Sohn zu unbequem und bleibt im Schrank liegen. Ich hab echt schon mal drüber nachgedacht bei einer gekauften Hose den Bund abzumachen und Bündchen anzunähen, damit sie getragen wird…

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Pakke

Ich nähe überhaupt nicht gerne Taschen und Rucksäcke. Meine Strandtasche, die ich mir im letzten Jahr für den Urlaub genäht habe, war da eine große Ausnahme.

Leider bekomme ich in letzter Zeit recht schnell Nackenschmerzen, wenn ich länger mit meiner Handtasche unterwegs bin. (Ich glaube ich sollte mal mehr Sport machen…) Also wollte ich gerne auf einen Rucksack umsteigen.

Aber nicht irgendein 0 – 8 – 15 Rucksack sondern einer der auch noch ein bisschen was her macht.

Da kam die Blogkooperationsanfrage von Kreativlabor Berlin genau richtig, denn in ihrem Schnittmusterrepertoire befindet sich ein wirklich schöner Rucksack: Pakke.

 

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Aber ich und Rucksack nähen? Ne, das geht nicht. Gut dass ich da meine liebe Mama habe, die gerne Taschen näht. Und wie ich finde auch wirklich sehr gut (im Nähen sind wir beide Prefektionisten).

Julia von Kreativlabor Berlin hatte auch nichts dagegen, dass ich den Rucksack nicht selber nähe sondern meine Mama, da das Label PoMa-design eigentlich für uns beide steht, auch wenn ich diejenige bin, die bloggt.

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Und so ist mein wunderschöner neue Rucksack entstanden. Aus recht steifem Jeansstoff und braunen Walk für den Boden. Damit der Rucksack noch ein bisschen mehr hermacht, habe ich mich für die süße Blumenstickerei entschieden.

Die Idee mit der Paspel kam von meiner Mama und ich finde ohne würde dem Rucksack etwas fehlen. Innen hat sie noch zwei Taschen eingenäht, damit ich nicht immer meine Sachen suchen muss.

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Ein paar Tage vor unserem Urlaub hat sie mich dann mit dem Rucksack überrascht. Eigentlich glaubte sie nicht, dass er vorher noch fertig wird. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe.

(Auch weil ich die Fotos dann in den Dünen machen konnte)

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  • Schnittmuster: Rucksack Pakke von Kreativlabor Berlin
  • Stickdatei: Rock Queen
  • Stoff: Jeans und Walk
  • Verlinkt bei: RUMS

Hose No. 1

Ich kann es selber noch kaum fassen: ICH HABE MIR EINE HOSE GENÄHT!

Der kleine Mann hat schon viele Hosen von mir bekommen, aber mir eine Hose zu nähen, da hab ich mich bisher nicht drangetraut.

Bisher war das für mich immer so ein Mammutprojekt, was doch eh hinterher nicht sitzt, gefällt und aussieht. Röcke, Oberteile – Ja, aber ne Hose???

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Einer meiner guten Vorsätze für mein Nähjahr 2016 war neben dem Vollenden der Frustobjekte mir eine Hose zu nähen. Und da ich eh noch ein paar 3/4 Hosen für den Sommer gebrauchen kann, habe ich meine Scheu überwunden und eine Hose genäht.

Und sie sitzt perfekt!

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Am Anfang war ich mir wegen der Größe unsicher, da ich laut Maßtabelle eine Nummer größer nähen sollte, als ich normal trage. Deswegen hab ich zuerst ein altes Bettlaken umfunktioniert als Probestück. Anscheinend fällt der Schnitt wirklich kleiner aus, denn die Größe passte.

Mit ein paar Nieten verziert sieht die Hose fast aus wie gekauft. Nur beim Reißverschluss und Knopf habe ich geschummelt und einfach weggelassen und stattdessen Gummi in den Bund eingezogen. Viel bequemer und ein Eis mehr macht da dann auch nichts aus ;-).

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(Bitte verzeiht mir die Knitter an den Knien, ich hab die Hose vorher bei einer langen Autofahrt angehabt)

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  • Schnittmuster: Ottobre 5/14 Nr.19
  • Stoff: Jeansjersey
  • Verlinkt bei: RUMS

Die Mauer

Den kleinen Mann zu motivieren, um schöne Bilder zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Seitdem ich die Bilder nicht mehr drinnen, sondern draußen bei besserem Licht machen möchte, ist es schwieriger geworden. Und gerade jetzt im Winter, denn Fotos mit Jacke sind nicht immer hilfreich.

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Gestellte Fotos zu machen heißt bei ihm rumhampeln, Grimassen schneiden, immer näher kommen, … Ich kann ihn ja verstehen, ist auch ziemlich langweilig sich fotografieren zu lassen. Also muss Mama immer mit neuen Ideen herkommen.

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Hier  war es der Baum auf dem er rumgeklettert ist, hier ein Felsbrocken auf dem Parkplatz  und zur Zeit ist es die Mauer an der Kirche.

Zwar muss ich ihn zwischendurch immer noch bitten langsamer zu laufen oder mal stehen zu bleiben, aber ich kann einfacher Bilder machen. Mal sehen, wann ich mir wieder was neues einfallen lassen muss.

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Diesmal war das Stehenbleiben nicht so ganz im Trend, deswegen sind die Bilder leider nicht alle scharf geworden, ich hoffe ihr verzeiht es mir.

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Die Hose ist aus einer alten Jeans des Opas entstanden. Da sie noch in Top-Qualität war, habe ich auf Knieflicken verzichtet. Dafür aber diesmal vier Taschen draus gemacht.

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Niemals

Gehe NIEMALS mit einem Kind in einen Stoffladen!

Ganz durchziehen kann ich meine Aussage leider nicht, aber ich versuche es soweit es geht. Warum???

Meistens gibts es zwei Möglichkeiten (zumindest bei meinem kleinen Mann):

  1. Entweder ihm ist stinklangweilig und er meckert und nölt rum. Macht Blödsinn oder zieht ständig an meiner Jacke um mich wieder aus dem Laden zu ziehen oder
  2. er will unbedingt diesen oder jenen Stoff haben, aber ganz dringend und unbedingt jetzt. Und welches Kind hört schon gerne ein „Nein“?

In Ruhe Stoff aussuchen sieht jedenfalls anders aus und wenn ich in meinen absoluten Lieblingsstoffladen fahre, dann ist Papa-Zeit.

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Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden, dass wenn man eh in der Stadt ist und noch eine Kleinigkeit braucht, den kleinen Mann kurz mitzunehmen.

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Aus so einem kurzen Abstecher in den kleinen Stoffladen hier vor Ort kam dieser schöne Wikingerstoff mit nach Hause, denn der kleine Mann entdeckte seinen absoluten Traumstoff:

Hellblau – nein, nicht mit Wikingern drauf – mit ganz vielen rosa roten Tukanen und Blumen drauf. Er sah diesen Stoff und wollte ihn absolut haben. Mein erster Gedanke: DAS GEHT GAR NICHT!

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Nicht wegen dem Rosa. Das ist mir ziemlich gleich, aber diesen Stoff finde ich sowas von häßlich und er schreit so nach 80/90er Jahre. Der kleine Mann mag ja gerne anziehen was er will, aber für sowas 20,00 Euro pro Meter ausgeben??? Nein, das seh ich irgendwie nicht ein.

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Zum Glück lag nur ein paar Ballen weiter dieser schöne Wikingerstoff und da Wikinger zurzeit sehr beliebt sind, konnte ich den kleinen Mann überzeugen, das der Tukanstoff mir leider zu teuer und der Wikingerstoff doch auch schön ist.

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Die Jeans ist mal wieder eine recycelte alte Jeans. Ich glaube die hab ich schonmal gezeigt, deswegen geh ich da jetzt nicht weiter drauf ein.

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Keule und Beule

Der kleine Mann kam mit dem Wunsch zu mir, dass ich ihm einen Kuschelpulli nähen soll „aus allen deinen Stoffen“.

Ok, ein Kuschelpulli soll es sein, also aus Sweat, aber aus ALLEN meinen Sweatstoffresten??? Ne, so bunt und durcheinander geht bei mir gar nicht. Während ich dann alle Sweatstoffe auf meinem Tisch ausgebreitet hatte, kam mir die Idee ihm einen Pulli mit verschiedenfarbigen Ärmeln zu machen.

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Als Kind hatte ich auch mal so einen Pulli. In der Mitte pink, der eine Arm grün, der andere lila. Ich habe diesen Pulli geliebt! Und so konnte ich schön die Reste von drei verschiedenen Aktionen miteinander verbinden.

 

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Der Pulli war fertig, aber es fehlte noch eine passende Plotterdatei. Etwas winterliches sollte es sein.

 

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Bestimmt sagt euch „Der kleine Drache Kokosnuss“ etwas. Der kleine Mann liebt diese Bücher. Unter anderem gibt es in dem Buch „Der kleine Drache Kokosnuss und die Reise zum Nordpol“ zwei Eisbären – Keule und Beule, die ihre Vorräte in einem Iglu aufbewahren.

 

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Schnell war die Idee da, Keule vorne auf den Pulli zu plotten und hinten ein Iglu drauf, in dem sich Beule gerade ausruht, denn für einen zweiten Eisbären reichte die graue Folie nicht.

 

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Mit noch ein paar Dekorationen aus SnapPap (erst war ich skeptisch, jetzt finde ich das Zeug genial) passte der neue Pulli perfekt zur gerade fertig gewordenen recycelten Jeans.

 

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So rot wie meine Chucks…

Endlich ist es so warm draußen, dass der kleine Mann seine Chucks anziehen kann. Wie oft hat er die letzten Wochen gefragt, ob er heute endlich seine roten Chucks anziehen darf und wie entäuscht war er dann, als es noch zu kalt war. Jetzt spielt das Wetter mit, aber was fehlt noch zu seinen Chucks? Natürlich eine Kuscheljeans die auch rot ist. Soll ja schließlich alles zusammen passen (JA!!!! Mein Einfluss hat gewirkt *g*). Da sich bei mir die ausrangierten Jeans mittlerweile stapeln, konnte ich ihm seinen Wunsch recht schnell erfüllen. Die letzten beiden Kuscheljeans waren mir zu weit im Schritt, so dass ich diese deutlich enger gemacht habe. Wie das? Ich habe das Schnittmuster so ausgeschnitten, dass es obenrum drei ! Nummern kleiner ist als an den Beinen. Und siehe da, es sitzt zwar noch nicht pefekt, aber deutlich besser. Vielleicht hat mein guter Einfluss (oder doch eher die Belohnung in Form eines Lollies?) auch bewirkt, dass der kleine Mann sogar von selber angeregt hat draußen Fotos zu machen. Was will ich mehr? Und was sind die Lieblingsschuhe eurer Kinder? *** Dieser Beitrag enthält Werbung ***

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