Meine Helvi und das Kleiderproblem

In meinem Kleiderschrank hängen viele Hosen, auch einige Röcke, aber wenig Kleider. Schade eigentlich, denn so ungern trage ich Kleider gar nicht.

Aber warum habe ich dann so wenige? Bisher habe ich kaum Kleider gefunden, die mir gefallen und die mir stehen. Oft stand ich in der Umkleidekabine vor dem Spiegel und hatte das Gefühl, dass ich mit Kleidern 5 Kilo dicker aussehe. Meine Problemzone ist der Bauch und der wurde bei den Kleidern immer recht unvorteilhaft betont.

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Als zum Probenähen für „Meine Helvi“ aufgerufen wurde, dachte ich mir: Wow, das Kleid ist schön, das will ich probieren. Wie war ich glücklich, als ich ausgesucht wurde.

Die Ernüchterung kam als meine erste Helvi fertig war (mit Gummizug in der Taille) und ich vor dem Spiegel stand. Auch nach dem Anfertigen eines zweiten Oberteils und Verschiebung des Gummizuges auf die Hüfte konnte mein Spiegelbild mich so gar nicht überzeugen.

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Ich war kurz davor das Probenähen einfach nur mit der Shirtvariante zu beenden.

Während dieser Zeit durfte ich an einem kostenloses 5-Tage Online-Stil-Coaching von Frau Maier teilnehmen und schilderte in der Facebookgruppe mein Kleiderproblem. Schnell wurde klar, dass meine Taille anscheinend nicht da ist, wo andere ihre Taille haben, sondern deutlich weiter oben. Ich fand heraus, dass Kleider, die unter der Brust tailliert sind, die perfekten Kleider für mich sind.

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Also hab ich mich doch an eine zweite Variante der Helvi getraut. Um auf Nummer sicher zu gehen diesmal ohne Teilung und ohne Gummi, dafür aber etwas taillierter als im Schnitt vorgesehen.

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Und siehe da: Sie steht mir! Und ich habe schon ganz viele Ideen, was ich mir alles für Kleider nähen werde.

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Neue Eigenproduktion

Die Bilder, die ich euch heute zeigen möchte, machen schon richtig Lust auf den Sommer! Am letzten Wochenende hat zwar die Sonne geschienen, aber es war doch noch recht frisch.

Ich gebe zu, ich habe schon etwas gefroren beim Fotografieren und musste bei der Bilderwahl auch drauf achten, die Bilder mit Gänsehaut auszusortieren ;-)

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Aber was macht man nicht alles für schöne Bilder… und ich wollte euch mein neues Sommeroberteil unbedingt zeigen. Es ist nämlich etwas ganz Besonderes:

Ich durfte die Allererste sein, die diesen Stoff vernäht!

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Ingrid von Just Tili hat ihre erste Eigenproduktion herausgebracht in einem wunderschönen Design von unserer Lieblingsdesignerin. Und sie hat mich gefragt, ob ich nähen möchte. Na aber sicher doch! Was für eine Ehre!

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Nachdem ich schon bei meinem Celebrate-Shirt erzählt habe, was mir bei Stoffeigenproduktionen wichtig ist und warum ich nicht jede kaufe, seit ihr bestimmt gespannt, wie ich den Stoff finde oder?

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Ich sage direkt vorher, meine Begeisterung ist nicht gekauft! Sie ist ehrlich! Würde ich den Stoff doof finden, würde ich auch das erzählen!

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Der Stoff ist schöner als ich zuerst gedacht habe. Hellbraune Kreise auf reinweiß, mit rosa kombiniert – ein Traum. Und eine 1a Qualität. Er fühlt sich butterweich an, ein richtiges Streichelstöffchen. Beim Waschen ist er nur 1 % eingelaufen und auch in der Verarbeitung ist der Stoff top. Mit 18,50 Euro der Meter liegt er bei der Stoffqualität wirklich noch in einem guten Preis.

Ihr merkt, ich bin total begeistert, was ihr wahrscheinlich auch an den vielen Bildern seht.

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Genäht habe ich eine Superbia von Erbsünde. Ein wirklich einfacher Schnitt und ein schönes Sommeroberteil auch fürs Büro (je nach Stoffwahl). Insgesamt ist es meine dritte Superbia. Meine ersten Beiden sind recht am Anfang meines Bloggerseins entstanden (hier und hier). Und es werden bestimmt noch mehr werden.

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Wenn euch der Stoff gefällt, dann könnt ihr ihn bei Just Tili vorbestellen. Es gibt noch zwei andere schöne Stoffe zu bestellen. Schaut sie euch einfach mal an.

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Immer dabei Nr. 2

Könnt ihr euch noch an meine riesige „Immer dabei“-Tasche erinnern, die ich euch hier gezeigt habe? Eine tolle Tasche, aber wirklich sehr groß.

Deswegen, und weil noch einiges an Stoff übrig geblieben ist, war meine Mama (der 2. Teil von PoMa design) so lieb und hat noch eine „Immer dabei“-Tasche genäht. Diesmal aber die kleinere Variante, die ehrlich gesagt immer noch groß genug ist für den ganzen Kram, den Frau so mitschleppt.

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In dem Beitrag zu der ersten Tasche habe ich euch erzählt, dass meine Mutter die Taschenanleitung ein bisschen zu kompliziert gemacht fand. Ich hatte euch erklärt, wie sie es einfacher nähen würde. Leider muss ich zugeben, dass ich sie da irgendwie falsch verstanden habe und das was ich euch geschrieben habe dann doch nicht so richtig war. (Taschen nähen ist echt nicht meins…)

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ABER, die liebe Britta von Zierstoff hat den Vorschlag meiner Mutter, wie die Tasche einfacher zu nähen ist, gerne angenommen und die Taschenanleitung überarbeitet. Das nenn ich mal gute Umsetzung von konstruktiver Kritik.

Da wir für die Tasche diesmal den einfarbigen Cordstoff als Hauptstoff gewählt haben, konnten wir auch noch eine schöne Stickdatei anbringen. Gerade auf Taschen macht das viel mehr her als geplottete Sachen.

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Lieben Dank wieder an meine Mama für diese wunderschöne Tasche!!!

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Anooorak Nelchen

Wusstest du, dass das Wort „Anorak“ aus der westgrönländischen Inuit-Sprache kommt und „etwas gegen den Wind“ bedeutet?

Ne? Ich auch nicht, bevor ich nicht ein Online-Lexikon befragt habe ;-), aber es hat mich irgendwie interessiert, wo das Wort herkommt und was es bedeutet.

Laut dem Lexikon ist ein Anorak eine wetterfeste Jacke mit Kapuze und wird üblicherweise als Schlupfjacke gefertigt.

Na dann überprüfen wir diese Beschreibung doch mal anhand meinem genähten Anooorak Nelchen.

Wetterfeste Jacke? Naja, eigentlich sollte die Jacke aus Softshell oder solchem Material genäht werden, ich habe mir aber für Sweat entschieden, da der kleine Mann schon eine gute Softshelljacke besitzt.

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Kapuze? Das Schnittmuster beinhaltet eine Kapuze. Da Kapuzen aber bekanntlich beim Schultonistertragen stören habe ich mich für einen Kragen entschieden. Da dieser nicht im Schnittmuster enthalten ist, musste ich ihn selbst entwerfen.

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Schlupfjacke? Ja, eine Schlupfajcke ist es allerdings. Man kann zwischen einer überstehenden Knopfleiste oder einer geraden Knopfleiste entscheiden. Ich habe mich für die gerade entschieden.

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Ansonsten ist der Anooorak noch mit einer schönen Bauchtasche und Umschlägen an den Ärmeln versehen und kann sogar als Wendejacke genäht werden.

Mein Fazit aus diesem Probenähen? Das Schnittmuster ist insgesamt schön. Für Jungs finde ich es persönlich etwas zu weit ausgestellt, was ich bei meinem Werk auch geändert habe.

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Ansonsten ist es gut erklärt und eine schön bebilderte Anleitung ist auch dabei. Bevor du deinem Kind auch so einen Anooorak nähst, schau dir auf jeden Fall die Zusatzanleitung an, wie der Anooorak ohne sichtbare Naht (also als Wendejacke) genäht werden kann, denn das finde ich persönlich deutlich schöner, wenn man schon Außen- und Innenjacke hat.

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Pottwal auf Streifen

Kennst du Stoffe, die du immer wieder anfassen musst, weil sie sich einfach so herlich anfühlen?

Genauso ging es mir bei diesem Streifenstoff, den ich geschickt bekommen habe, um daraus ein Knopfleistenshirt für den kleinen Mann zu nähen. Dieser Jersey ist so weich und fühlt sich richtig glatt und schön an.

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Testen durfte ich das Knopfleistenshirt Winnie von Zierstoff. Nach der Tasche und dem Oberteil für meine Schwägerin ist es das dritte Schnittmuster, welches ich für Zierstoff ausprobieren durfte.

Das Schnittmuster ist ein einfaches Oberteil mit normalen Ärmeln. Die Besonderheit ist die Knopfleiste und wer möchte Teilungen im Vorderteil und an den Ärmeln. Ich habe mich wegen dem Stoff auf die Knopfleiste beschränkt.

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Damit das Shirt dem kleinen Mann passt, musste ich das Vorder- und Rückenteil jeweils um 2 cm schmaler machen, was ich insgesamt schon recht viel finde.

Für kräftigere Kindern ist das Schnittmuster dagegen ideal.

Ich werde weiterhin doch eher auf mein gut sitzendes Schnittmuster aus einer Nähzeitschrift zurückgreifen, denn das passt ohne Änderungen.

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Was wieder der Hit ist, ist die Videoanleitung der Knopfleiste. Die geschriebene Anleitung fand ich an manchen Stellen verwirrend, aber das Video hat sehr gut erklärt, wie man eine Knopfleiste ganz einfach selber machen kann, mit gewünschter Länge und Breite.

Bei mir unter Tutorials findet ihr meine Anleitung zur Knopfleiste, die aber einen anderen oberen Abschluss als bei Zierstoff erklärt. Beides gefällt mir gut.

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Verschönert habe ich das Shirt mit einem schlichten Pottwal, den ich exklusiv von kleine göhr.e bekommen habe. Der kleine Mann wollte zwar lieber einen Dino oder Löwen, aber die kommen auf die nächsten beiden (schon zugeschnittenen) Shirts.

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Immer dabei

Schon wieder eine Tasche. Das könnte man denken, wenn man die letzten vier Beiträge von mir sieht.

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Keine Sorge, ich bleibe mir weiterhin treu und nähe lieber Kleidungsstücke, aber diese Tasche muss ich euch einfach zeigen.

Meine Mama durfte für mich an einem Probenähen für die „Immer dabei“-Tasche teilnehmen und hat sogar dafür den Stoff bekommen. Da näht man doch wirklich noch lieber!

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Auch wenn das Schnittmuster und der Stoff gesponsort sind, möchte ich euch trotzdem ein ehrliches Feedback geben, denn sonst wäre das hier nur ein Werbepost und das möchte ich auf keinen Fall.

Die Tasche kann in zwei Größen genäht werden. Wir haben uns für die größere Variante entschieden, die recht groß ist mit ihren 30 x 45 cm. Da passt wirklich alles rein, was Frau so braucht. Wer es nicht ganz so groß mag, sollte lieber die kleinere Tasche nähen.

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Das Schnittmuster und die Anleitung sind wirklich gut erklärt und auch hier gibt es wieder ein Video, was ich persönlich mir lieber anschaue, als eine Anleitung durchzulesen.

Meine Mama, die viele Taschen näht, meinte, dass man diese Tasche auch einfacher nähen kann indem man erst Innen- und Außentasche an den Reißverschluss näht und dann die Seiten zusammensetzt. Diese Variante ist auch für Anfänger einfacher zu nähen.

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Das Feedback habe ich natürlich an den Schnitthersteller weitergeben und sie werden die Tasche direkt mal in unserer Variante nähen und ausprobieren. Das finde ich mal wirklich gut!

Also alles in allem gefällt mir die Tasche sehr gut und ich finde sie ist meiner Mama richtig gut gelungen.

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Mini-Halvar

Als der Brief ins Haus flatterte, dass die Schule einen Ausflug zum Theater machen wird und die Kinder bitte nur einen kleinen Rucksack mitnehmen sollen fiel mir auf, dass der kleine Mann keinen Rucksack mehr besitzt.

Der Spielgruppenrucksack ist zu unbequem, der Kindergartenrucksack ist nach zweijährigem täglichem Gebrauch einfach durch.

Da kam die Anfrage für das Probenähen des Mini-Halvar von der Kreativlabor Berlin genau passend.

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Den Rucksack gibt es in zwei Größen. Dere Mini-Halvar ist, wie der Name schon sagt, die kleinere Version und ich würde diesen Rucksack auch maximal für nen 6 Jährigen nähen, danach finde ich ihn schon zu klein. Dafür gibt es ja dann den größeren Halver.

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Für alle, die wie ich nicht so oft und gerne Taschen nähen ist die Anleitung sehr gut beschrieben und bebildert. Ich bin wirklich gut zurecht gekommen und der Rucksack ist fertig wirklich schön geworden. Was mich selbst überrascht hat.

Was mir sehr gut gefällt ist die aufgesetzte Tasche. Gerade auch wie diese angenäht wird. Das war deutlich einfacher, als damals beim Kindergartenrucksack. Da habe ich letztendlich eine andere Tasche genäht, da das aufnähen einfach nicht geklappt hat.

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Genäht habe ich den Rucksack aus einem ganz besonderen Outdoorstoff. Regen perlt nicht nur davon ab, sondern fließt einfach runter. Schüttelt man den Stoff dann aus, ist er trocken. Einfach genial!

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Damit auch durch den Reißverschluss kein Regen durchkommt habe ich einen Beleg (oder wie man das auch fachlich richtig sagt) zwischengesetzt. Das ist wie ich finde das einzige Manko im Schnittmuster. So ein Beleg ist aber ganz einfach gemacht. Ich habe einen Stoffstreifen in der benötigten Länge zugeschnitten, der Länge nach links auf links gelegt und diesen dann beim Reißverschlussannähen an einer Seite dazwischengefasst. Fertig.

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