1 Kleid – 4 Styles

Wie letzte Woche erwähnt, habe ich an einem 5-Tage Online-Stilkurs von Frau Maier teilgenommen. In 5 Tagen hat sie uns die wichtigsten Grundregeln aufgezeigt um den eigenen Stil zu finden.

Natürlich konnte sie in dieser kurzen Zeit nur recht einfach auf die wichtigsten Dinge eingehen, denn ihr normaler Kurs dauert 8 Wochen. Aber ich habe trotzdem ein paar Sachen für mich mitgenommen und werde diese so nach und nach umsetzen und bei neuen Einkäufen oder Nähwerken versuchen zu berücksichtigen.

Letzte Woche habe ich schon berichtet, dass ich durch diesen Kurs mein Kleiderproblem lösen konnte. Endlich weiß ich, was für ein Figurtyp ich bin, was ich tun muss um größer zu wirken als meine 1,64 cm und wie ich meine Problemzonen kaschieren kann.

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Ein Tipp von Frau Maier war, mit verschiedenen Accessoirs zu arbeiten und so aus wenigen Kleidungsstücken verschiedene Styles herauszuholen. Diesen Tipp wollte ich doch direkt an meinem neuen Kleid ausprobieren, denn ohne Accessoirs fehlt dem Kleid etwas.

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Also Kleiderschrank auf und rumprobiert. Mein Lieblingsoutfit ist das, was ich letzte Woche schon gezeigt, aber es sind noch vier weitere entstanden. Leider gab mein Kleiderschrank gar nicht so viel her, wie ich zuerst gedacht habe, also muss ich wohl mal wieder shoppen gehen ;-).

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Den türkisfarbenen Bolero habe ich extra für das Shooting genäht, denn man soll sich wenn möglich auf 3 Zusatzfarben beschränken, die einem am besten gefallen.

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Die erste war einfach, denn ich liebe rosa. Mint/Türkis mag ich auch sehr gerne, aber leider sah es da eher mau aus im Schrank. Die dritte Farbe weiß ich noch nicht genau. Vielleicht probiere ich mal gelb aus?

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Meine Helvi und das Kleiderproblem

In meinem Kleiderschrank hängen viele Hosen, auch einige Röcke, aber wenig Kleider. Schade eigentlich, denn so ungern trage ich Kleider gar nicht.

Aber warum habe ich dann so wenige? Bisher habe ich kaum Kleider gefunden, die mir gefallen und die mir stehen. Oft stand ich in der Umkleidekabine vor dem Spiegel und hatte das Gefühl, dass ich mit Kleidern 5 Kilo dicker aussehe. Meine Problemzone ist der Bauch und der wurde bei den Kleidern immer recht unvorteilhaft betont.

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Als zum Probenähen für „Meine Helvi“ aufgerufen wurde, dachte ich mir: Wow, das Kleid ist schön, das will ich probieren. Wie war ich glücklich, als ich ausgesucht wurde.

Die Ernüchterung kam als meine erste Helvi fertig war (mit Gummizug in der Taille) und ich vor dem Spiegel stand. Auch nach dem Anfertigen eines zweiten Oberteils und Verschiebung des Gummizuges auf die Hüfte konnte mein Spiegelbild mich so gar nicht überzeugen.

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Ich war kurz davor das Probenähen einfach nur mit der Shirtvariante zu beenden.

Während dieser Zeit durfte ich an einem kostenloses 5-Tage Online-Stil-Coaching von Frau Maier teilnehmen und schilderte in der Facebookgruppe mein Kleiderproblem. Schnell wurde klar, dass meine Taille anscheinend nicht da ist, wo andere ihre Taille haben, sondern deutlich weiter oben. Ich fand heraus, dass Kleider, die unter der Brust tailliert sind, die perfekten Kleider für mich sind.

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Also hab ich mich doch an eine zweite Variante der Helvi getraut. Um auf Nummer sicher zu gehen diesmal ohne Teilung und ohne Gummi, dafür aber etwas taillierter als im Schnitt vorgesehen.

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Und siehe da: Sie steht mir! Und ich habe schon ganz viele Ideen, was ich mir alles für Kleider nähen werde.

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Freya Lady als Weste

Kennt ihr die Freya Lady? Eigentlich ein Pullunder, aber ich wollte doch so gerne eine Weste. Schön für den Übergang, wenn es noch nicht so warm für ne leichte Jacke, aber zu warm für die Winterjacke ist.

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Also hab ich es gewagt und das Schnittmuster vorne nicht im Bruch zugeschnitten sondern geteilt. Damit die Weste auch schön warm ist, habe ich noch ein Futter eingenäht.

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Die einzelnen Schritte, die ich gemacht habe, um aus dem Pullunder eine Weste zu nähen, kann ich euch nicht wirklich alle nennen, manche weiß ich selber gar nicht mehr.

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Mein Fazit:

Ich liebe meine Weste! Aber wollt ihr eine Weste nähen, kauft lieber ein wirkliches Schnittmuster dafür. Denn ich habe an einigen Stellen schon ziemlich geflucht und geschimpft. Und manche Stellen – gerade am Kragen – hätte man besser anders nähen sollen.

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Die schönen Fotos sind an dem gleichen Tag entstanden, wie die von meinem letzten Beitrag. Und die Weste war eindeutig das bessere Kleidungsstück für das Wetter. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie ich in dem Sommertop gefroren habe ;-).

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Mehr schreib ich heute nicht, denn diese Woche ist total voll und mein Kopf ist gerade ziemlich leer, aber ich glaube die Fotos reichen heute aus.

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Wie ihr seht, ein bisschen Spaß hatten wir an dem Tag auch noch ;-)

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Immer dabei Nr. 2

Könnt ihr euch noch an meine riesige „Immer dabei“-Tasche erinnern, die ich euch hier gezeigt habe? Eine tolle Tasche, aber wirklich sehr groß.

Deswegen, und weil noch einiges an Stoff übrig geblieben ist, war meine Mama (der 2. Teil von PoMa design) so lieb und hat noch eine „Immer dabei“-Tasche genäht. Diesmal aber die kleinere Variante, die ehrlich gesagt immer noch groß genug ist für den ganzen Kram, den Frau so mitschleppt.

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In dem Beitrag zu der ersten Tasche habe ich euch erzählt, dass meine Mutter die Taschenanleitung ein bisschen zu kompliziert gemacht fand. Ich hatte euch erklärt, wie sie es einfacher nähen würde. Leider muss ich zugeben, dass ich sie da irgendwie falsch verstanden habe und das was ich euch geschrieben habe dann doch nicht so richtig war. (Taschen nähen ist echt nicht meins…)

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ABER, die liebe Britta von Zierstoff hat den Vorschlag meiner Mutter, wie die Tasche einfacher zu nähen ist, gerne angenommen und die Taschenanleitung überarbeitet. Das nenn ich mal gute Umsetzung von konstruktiver Kritik.

Da wir für die Tasche diesmal den einfarbigen Cordstoff als Hauptstoff gewählt haben, konnten wir auch noch eine schöne Stickdatei anbringen. Gerade auf Taschen macht das viel mehr her als geplottete Sachen.

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Lieben Dank wieder an meine Mama für diese wunderschöne Tasche!!!

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Anooorak Nelchen

Wusstest du, dass das Wort „Anorak“ aus der westgrönländischen Inuit-Sprache kommt und „etwas gegen den Wind“ bedeutet?

Ne? Ich auch nicht, bevor ich nicht ein Online-Lexikon befragt habe ;-), aber es hat mich irgendwie interessiert, wo das Wort herkommt und was es bedeutet.

Laut dem Lexikon ist ein Anorak eine wetterfeste Jacke mit Kapuze und wird üblicherweise als Schlupfjacke gefertigt.

Na dann überprüfen wir diese Beschreibung doch mal anhand meinem genähten Anooorak Nelchen.

Wetterfeste Jacke? Naja, eigentlich sollte die Jacke aus Softshell oder solchem Material genäht werden, ich habe mir aber für Sweat entschieden, da der kleine Mann schon eine gute Softshelljacke besitzt.

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Kapuze? Das Schnittmuster beinhaltet eine Kapuze. Da Kapuzen aber bekanntlich beim Schultonistertragen stören habe ich mich für einen Kragen entschieden. Da dieser nicht im Schnittmuster enthalten ist, musste ich ihn selbst entwerfen.

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Schlupfjacke? Ja, eine Schlupfajcke ist es allerdings. Man kann zwischen einer überstehenden Knopfleiste oder einer geraden Knopfleiste entscheiden. Ich habe mich für die gerade entschieden.

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Ansonsten ist der Anooorak noch mit einer schönen Bauchtasche und Umschlägen an den Ärmeln versehen und kann sogar als Wendejacke genäht werden.

Mein Fazit aus diesem Probenähen? Das Schnittmuster ist insgesamt schön. Für Jungs finde ich es persönlich etwas zu weit ausgestellt, was ich bei meinem Werk auch geändert habe.

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Ansonsten ist es gut erklärt und eine schön bebilderte Anleitung ist auch dabei. Bevor du deinem Kind auch so einen Anooorak nähst, schau dir auf jeden Fall die Zusatzanleitung an, wie der Anooorak ohne sichtbare Naht (also als Wendejacke) genäht werden kann, denn das finde ich persönlich deutlich schöner, wenn man schon Außen- und Innenjacke hat.

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Immer dabei

Schon wieder eine Tasche. Das könnte man denken, wenn man die letzten vier Beiträge von mir sieht.

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Keine Sorge, ich bleibe mir weiterhin treu und nähe lieber Kleidungsstücke, aber diese Tasche muss ich euch einfach zeigen.

Meine Mama durfte für mich an einem Probenähen für die „Immer dabei“-Tasche teilnehmen und hat sogar dafür den Stoff bekommen. Da näht man doch wirklich noch lieber!

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Auch wenn das Schnittmuster und der Stoff gesponsort sind, möchte ich euch trotzdem ein ehrliches Feedback geben, denn sonst wäre das hier nur ein Werbepost und das möchte ich auf keinen Fall.

Die Tasche kann in zwei Größen genäht werden. Wir haben uns für die größere Variante entschieden, die recht groß ist mit ihren 30 x 45 cm. Da passt wirklich alles rein, was Frau so braucht. Wer es nicht ganz so groß mag, sollte lieber die kleinere Tasche nähen.

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Das Schnittmuster und die Anleitung sind wirklich gut erklärt und auch hier gibt es wieder ein Video, was ich persönlich mir lieber anschaue, als eine Anleitung durchzulesen.

Meine Mama, die viele Taschen näht, meinte, dass man diese Tasche auch einfacher nähen kann indem man erst Innen- und Außentasche an den Reißverschluss näht und dann die Seiten zusammensetzt. Diese Variante ist auch für Anfänger einfacher zu nähen.

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Das Feedback habe ich natürlich an den Schnitthersteller weitergeben und sie werden die Tasche direkt mal in unserer Variante nähen und ausprobieren. Das finde ich mal wirklich gut!

Also alles in allem gefällt mir die Tasche sehr gut und ich finde sie ist meiner Mama richtig gut gelungen.

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Schnittmuster verändern – Teil 2

Einschulung! Wie lang hat der kleine Mann auf diesen Tag gewartet.

Ich allerdings habe diesen Tag mit gemischten Gefühlen entgegen gesehen. Na klar ist es schön, dass das Kind größer wird, aber es es ist ein neuer Lebensabschnitt. Die Zeit im Kindergarten war so schön und der kleine Mann immer noch ein Stück Baby für mich.

Jetzt ist er ein Schulkind! Noch kuschelt er sehr gerne mit mir, aber nicht mehr lange, dann werden Freunde wichtiger werden und Mama wird irgendwann uncool.

Ich weiß, es ist noch ein bisschen Zeit bis dahin, aber der Lebensabschnitt hat begonnen…

Bevor ich jetzt hier wieder in Grübeleien versinke ;-), komme ich zu dem eigentlichen Grund meines Beitrages: Das EINSCHULUNGSOUTFIT und das TUTORIAL!

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Was zieht ein Schulkind bei 35°C zu Einschulung an? Richtig, kurze Hose und T-Shirt. Aber das T-Shirt kann natürlich nicht ein 0-8-15 Standardshirt sein, nein es soll natürlich zur Schultüte und dem Tornister passen (zumindestens wenn die Mama nähen kann).

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Das Schnittmuster was ich benutzt habe, ist eins meiner Lieblings-Schnittmuster. Als der kleine Mann noch etwas kleiner war, musste ich das Schnittmuster etwas in der Weite anpassen, damit es ihm passt.

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Wenn man weiß, wie es geht, ist das Anpassen eigentlich recht einfach. Für alle, die sich das selber noch nicht so richtig zutrauen, kommt heute der 2. Teil meines Tutorials:

Was kann ich tun, wenn das Schnittmuster zu eng/ zu weit / zu lang oder zu kurz ist?

Schnittmuster Verändern - Teil 2

Viel Spaß damit. Ich freue mich über Rückmeldungen von euch, ob ihr damit zurechtgekommen seit.

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